A U G E N L I C H T in G E F A H R ? - Machen Sie den Schnelltest!
Die altersbezogene Makuladegeneration (AMD), eine Netzhauterkrankung, ist die häufigste Ursache für Erblindung im Alter.
Ein einfacher Test für Zuhause verrät, ob sie gefährdet sind.
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Ein Schnelltest für Zuhause kann erste Hinweise geben. Mit dem einfachen Amsler-Gitter-Test können Sie selbst untersuchen, ob möglicherweise eine Makuladegeneration vorliegt.
So funktioniert der Test:
• Drucken Sie das Amsler-Gitter am besten aus (PDF-Datei*)
• Halten Sie das Gitter in Lesedistanz vor die Augen
• Falls Sie beim Lesen eine Sehhilfe (Brille, Kontaktlinsen) verwenden, setzen Sie diese auch bei der Durchführung des Tests ein
• Decken Sie ein Auge mit der hohlen Hand ab
• Betrachten Sie den schwarzen Punkt in der Mitte des linken Gitters
• Wenn dabei die Linien des Gitters verzerrt, krumm oder doppelt erscheinen oder im Zentrum des Gesichtsfeldes ein dunkler Fleck auftritt. können dies erste Anzeichen für eine AMD sein.
• Wiederholen Sie den Test mit dem anderen Auge
• Der Sehtest mit dem Amsler-Gitter sollte regelmäßig wiederholt werden.
Wer die beschriebenen Symptome feststellt, sollte sich sofort an seinen Augenarzt wenden. Er kann herausfinden, ob es sich wirklich um eine AMD handelt und die geeignete Therapie einleiten.
Die altersbedingte Makula-Degeneration - kurz AMD - zerstört ausgerechnet die wichtigste Region der Netzhaut, die "Makula“. Genau auf jenen anderthalb Quadratmillimetern, auf denen die Sinneszellen am dichtesten stehen und die Netzhaut das Bild am farbigsten und schärfsten abbildet, sterben die Zellen ab. Da die Makula-Degeneration eine Alterserkrankung ist, nimmt ihre Häufigkeit mit der älter werdenden Bevölkerung zu. Doch auch Ernährungsgewohnheiten und Umwelteinflüsse spielen eine Rolle: Als gesicherte Risikofaktoren gelten neben dem Alter, Rauchen und Bluthochdruck. Für die Betroffenen bedeutet das Absterben der Sinneszellen einen unwiederbringlichen Verlust. Denn eine Therapie, welche die toten Zellen zum Leben erweckt oder durch gesunde Zellen ersetzen kann, gibt es nicht.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es ?
Auch wenn ein Durchbruch in der Behandlung, insbesondere eine ‚Heilung', gegenwärtig noch aussteht, gibt es doch schon heute Behandlungsverfahren, mit denen der Krankheitsprozess aufgehalten oder zumindest verlangsamt werden kann. Laserbehandlung In früheren Stadien der "feuchten" Makuladegeneration kann eine Behandlung mit dem Laserstrahl sinnvoll sein. Diese Behandlung erfolgt ambulant und ist in aller Regel schmerzfrei. Mit dem Laserstrahl werden dabei neu aussprossende und undichte Gefäße verödet, die die Makula schädigen. Dabei hat sich jedoch gezeigt, dass auch bei zunächst erfolgreicher Laserbehandlung im weiteren Verlauf wieder neue abnormale Gefäße aussprossen können.
Lichtblick für Betroffene - die Photodynamische Therapie
Seit knapp zwei Jahren steht bei der feuchten Form der AMD die Photodynamische Therapie als neue Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung. Die Methode ist seit Juli 2000 in Deutschland zugelassen, weltweit wurden etwa 150.000 Patienten behandelt. Bei der Photodynamischen Therapie handelt es sich um ein zweistufiges Verfahren. Zunächst wird ein licht-aktivierbarer Farbstoff als Infusion verabreicht. Anschließend wird die Netzhaut mit dem Licht eines speziellen Lasers beleuchtet. Das Licht aktiviert den Farbstoff und regt ihn dazu an, krankhafte Gefäßbildungen zu verschließen. Allerdings kommen nur ganz bestimmte Gefäßneubildungen dafür in Frage, was durch den Augenarzt mit der Gefäßdarstellung (Fluoreszenzangiographie) vorher festgestellt wird. Auch ist diese Behandlung nur in einem relativ frühen Stadium der feuchten Makuladegeneration sinnvoll. Ist schon eine Narbe entstanden, hat sie keinen Einfluss mehr. Die Behandlung muss meist mehrfach, typischerweise in Abständen von drei Monaten, erfolgen, da sich die Gefäße nicht mit einer einzigen Therapie verschließen lassen. Auch diese Behandlungsform ist schmerzfrei und kann problemlos ambulant erfolgen.
Chirurgie
Chirurgische Verfahren einschließlich der Netzhautdrehung mit Verlagerung der Makula werden zur Zeit noch klinisch erprobt und kommen daher noch nicht routinemäßig zum Einsatz. Allerdings sollte gerade bei plötzlich auftretenden ausgedehnten Blutungen unter die Netzhaut oder in den Glaskörper möglichst rasch ein chirurgischer Eingriff erfolgen, da damit oftmals eine gewisse Sehverbesserung erzielt werden kann. Medikamente In letzter Zeit wurden zahlreiche neue Medikamente entwickelt, die die Gefäßwucherungen bei der feuchten Makuladegeneration beeinflussen könnten. Diese müssen allerdings noch klinischen Prüfungen standhalten, weshalb sie gegenwärtig nicht allgemein eingesetzt werden können.
Andere Behandlungsansätze
Für andere Behandlungsansätze einschließlich der Strahlentherapie, der "Blutwäsche" (Rheopherese) oder der Transplantation von Netzhaut- oder Pigmentepithelzellen gibt es bislang keine Langzeitstudien, die ihren Wert eindeutig belegen. Neuere Entwicklungen umfassen u.a. auch elektronische Netzhautprothesen, dies ist aber noch eine Zukunftsvision und kommt bei dem jetzigen Stand der Entwicklung für die Makuladegeneration nicht in Frage.
Zu warnen ist vor Heilmethoden, die viel versprechen und nichts halten. Akupunktur, lnfusionsbehandlungen, Gabe von Sauerstoff, Spritzen hinter das Auge und was immer auch an "Wundermitteln" angepriesen wird. Das alles hilft oft nur dem Anbieter und kostet Sie viel Geld. Erfolge, von denen die Medien manchmal berichten, erklären sich zum Teil dadurch, dass die Makuladegenration von selbst zum Stillstand kommen kann und dass die Sehschärfe sich gelegentlich sogar spontan etwas bessert.
Gefährdet?
Die bisherigen Erfahrungen mit der Methode zeigen: Wichtig ist die Früherkennung, denn vor allem die aggressive feuchte Form der AMD kann sich rasch verschlimmern.